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Facebook gab Daten an Firmen wie Netflix und Airbnb weiter

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Facebook macht schon wieder Negativschlagzeilen: Interne Dokumente belegen, dass der Tech-Gigant einigen Unternehmen wie Netflix und Airbnb im Jahr 2015 bevorzugten Zugang zu bestimmten Nutzerdaten gab, darunter Kontakte zu Freunden.

Das geht aus internen Unterlagen hervor, die der britische Abgeordnete Damian Collins am Mittwoch veröffentlichte. Auch die Dating-App Badoo sowie der Fahrdienst Lyft hätten Zugriff auf Daten gehabt, der anderen Unternehmen verwehrt worden sei. Unklar sei, wann die Vereinbarungen genau endeten. Facebook erklärte: „Die Fakten sind klar. Wir haben niemals die Informationen von Menschen verkauft.“

Das soziale Netzwerk steht spätestens seit dem Datenskandal rund um die britische Analysefirma Cambridge Analytica im Visier von Behörden und Politikern. Dabei sollen Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern im US-Präsidentschaftswahlkampf missbraucht worden sein. Seitdem wird immer wieder gefordert, das Netzwerk, zu dem WhatsApp und Instagram gehören, stärker zu regulieren.

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Der britische Abgeordnete und Social-Media-Experte Collins erhielt die 223 Seiten umfassenden Dokumente von dem App-Entwickler Six4Three, der nicht mehr am Markt ist und einen Gerichtsstreit mit Facebook austrägt.

Der US-Konzern erklärte, die Unterlagen seien „selektiv geleakt“ worden, aus dem Kontext gerissen und stünden im Lichte des Gerichtsverfahrens. Collins sagte, er habe die Dokumente veröffentlichen müssen, da sie „wichtige Fragen aufwerfen, hinsichtlich der Frage, wie Facebook mit Nutzerinformationen umgeht, mit App-Entwicklern zusammenarbeitet und seine dominierende Position im Markt für soziale Medien ausübt.“

Aus den Unterlagen gehen weitere umstrittene Methoden hervor. So deutete Collins an, dass das Netzwerk beispielsweise Twitter ab 2013 keinen Zugriff mehr auf Facebook-Nutzer gab. Dies soll in Zusammenhang mit der Markteinführung der Videoplattform Vine gestanden haben. Außerdem zeigen die Dokumente, wie Facebook 2015 Anrufprotokolle von Nutzern von Android-Smartphones sammelte, ohne zuvor entsprechende Genehmigungen einzuholen.

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