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Rettet den Videobeweis!: Ex-Profis sollen Schiedsrichter schulen

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Wer löst das Dilemma um den Videobeweis?


Die Diskussionen um den Videobeweis in der Fußball-Bundesliga reißen nicht ab. Im Gegenteil: Am 14. Spieltag sorgen mehrere Entscheidungen für Diskussionen. Nun sollen ehemalige Fußballer dem DFB helfen und mit ihrer Expertise für Klarheit sorgen.

Ex-Profis als Ratgeber? Als Reaktion auf die wieder lauter werdenden Diskussionen über den Videobeweis in der Bundesliga plant der Deutsche Fußball-Bund, die zu engagieren, die früher oft mit den Schiedsrichtern gestritten haben. "Ehemalige Profis mit ins Boot zu nehmen, ist ein total sinnvoller Vorschlag. Ich bin dafür sehr offen, das werden wir diskutieren", sagte DFB-Videochef Jochen Drees der "Bild"-Zeitung. Konkret würde es wohl um Schulungen gehen, in denen die Ex-Fußballer den Unparteiischen ihre Regelauslegung näherbringen könnten.

Die hätten "noch mal eine andere Sichtweise auf Situationen, das kann uns weiterhelfen", sagte Drees. "Wir haben die Weisheit ja nicht mit Löffeln gegessen, versperren uns keinen neuen Ideen." Ein Einsatz in der Kölner Video-Zentrale scheint aber nicht geplant. Ob der DFB mit den Schulungen bereits Anfang Januar im Trainingslager in Portugal startet, ist offen. "Viel Zeit ist bis dahin nicht mehr, aber wir werden die Bereitschaft ehemaliger Spieler mal abklopfen."

"So macht es keinen Sinn"

Mehrere Entscheidungen hatten am vergangenen Spieltag die Gemüter erhitzt. Am Sonntag pfiff beispielsweise Robert Hartmann einen Foulelfmeter für den FSV Mainz 05 gegen Hannover 96, der keiner war, in der 89. Minute aber zum 1:1-Ausgleich führte. "So können wir den Videobeweis abschaffen. So macht es keinen Sinn, einen Assistenten einzusetzen, der für Gerechtigkeit sorgen soll", hatte Hannovers Trainer André Breitenreiter gesagt. Hannovers Manager Horst Heldt äußerte sich so deutlich ("Das ist nicht mehr akzeptabel der ganze Scheiß"), dass der DFB-Kontrollausschuss gegen ihn ermittelt.

Drees hatte auf der Internetseite des DFB zu den Entscheidungen gesagt: "Wir hatten ein überraschend unterschiedliches Leistungsbild mit positiven wie negativen Entscheidungen der Video-Assistenten und der Schiedsrichterteams in den Stadien." Es werde "auch weiterhin Diskussionsstoff nach vereinzelten Spielen geben" und in einigen Situationen "wieder unterschiedliche Auffassungen". Aufgabe des Video-Assistenten sei es aber nicht, "aus einer schlechten Entscheidung eine bessere zu machen". Er sei da, um bei "klaren und offensichtlichen Fehlbeurteilungen" den Schiedsrichtern zu ermöglichen, sich das Ganze noch einmal am Monitor anzuschauen.

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