Politik

Klima-Greta für Friedensnobelpreis vorgeschlagen

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Was haben US-Präsident Donald Trump (72) und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg (16) gemeinsam – außer dass sie sich vermutlich gegenseitig nicht besonders schätzen?

Beide sind (genau wie 302 weitere Personen und Organisationen) für den Friedensnobelpreis 2019 nominiert! Der norwegische Parlamentsabgeordnete Freddy Andre Östvegard gab am Donnerstag bekannt, er habe Greta für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Nominierungen für den Preis darf nur ein eng begrenzter Personenkreis einreichen, darunter ehemalige Preisträger, Regierungsmitglieder und Abgeordnete souveräner Staaten, die Richter des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag und Professoren bestimmter Fachbereiche.

Eigentlich hält das norwegische Nobelinstitut streng geheim, wer auf der Nominiertenliste steht, aber einige Namen sickern trotzdem vorher durch. Etwa wenn die Nominierenden ihren Vorschlag öffentlich machen – wie jetzt im Fall Greta.

Mit ihrem Klimastreik unter dem Namen „Fridays for Future“ habe Thunberg eine „Massenbewegung“ gestartet, die er als einen wichtigen Beitrag zum Frieden betrachte, sagte Östvegard, der für die sozialistische Linke im norwegischen Parlament sitzt. Zusammen mit zwei Kollegen schlug er Greta vor. „Wenn wir nichts tun, um den Klimawandel zu stoppen, wird er für Kriege, Konflikte und weitere Flüchtlinge sorgen.“

Für einen „derart großen Preis“ vorgeschlagen zu werden sei „unglaublich und ein wenig sonderbar“, sagte Thunberg der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“. Es sei natürlich eine „Ehre“ und „sehr nett“. Auch auf ihren Social-Media-Accounts zeigte sie sich „sehr dankbar“.

Honoured and very grateful for this nomination ❤️ https://t.co/axO4CAFXcz

— Greta Thunberg (@GretaThunberg) March 14, 2019

Thunberg bleibt seit dem Sommer jeden Freitag der Schule fern und demonstriert vor dem Parlament in Stockholm für den Kampf gegen den Klimawandel. Ihrem Vorbild folgend hat sich inzwischen eine internationale Bewegung angeschlossen.

Die Organisatoren von „Fridays for Future“ gehen inzwischen von Demos in mehr als 1650 Städten in 105 Ländern aus. Wegen der Zeitverschiebung werden die ersten Kundgebungen in Neuseeland beginnen, ehe zum Abschluss Anchorage in Alaska sowie Honolulu auf Hawaii an der Reihe sind. In Deutschland sollen in fast 200 Städten und Orten Proteste stattfinden.

Thunberg: „Wir werden so lange weitermachen wie notwendig.“ Erwachsene seien herzlich willkommen, sich den jungen Demonstranten anzuschließen.

▶︎ In Deutschland, Österreich und der Schweiz erhält die Bewegung mittlerweile auch von 12 000 Wissenschaftlern Unterstützung.

Eckart von Hirschhausen, Arzt und Wissenschaftsjournalist, stellte diese Woche zusammen mit Mitstreitern in Berlin die Vereinigung „Scientists for Future“ (Wissenschaftler für die Zukunft) vor: „Ärzte haben die Aufgabe, Leben zu schützen und auf Gesundheitsgefahren hinzuweisen. Die Klimakrise ist die größte Gesundheitsgefahr. Viele denken, ein Grad, zwei Grad, drei Grad, das macht keinen Unterschied. Als Arzt kann ich Ihnen sagen, es macht einen großen Unterschied, ob ich 41 Grad oder 43 Grad Fieber habe. Das eine ist mit dem Leben vereinbar. Das andere nicht.“

Greta Thunberg

„Wir werden sie nicht davonkommen lassen“

Quelle: Reuters
1:53 Min.

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