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Trump verwirrt mit Aussageüber Mars und Mond

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Vor knapp drei Wochen wollten Donald Trump (72) noch Milliarden für eine neue Mondmission locker machen. Doch das hat sich der US-Präsident nun anders überlegt – und nebenbei mit einer Erklärung über Mars und Mond irritiert.

In der Raumfahrtbehörde Nasa dürfte am Freitag ein Satz des US-Präsidenten für nachhaltige Verwirrung gesorgt haben.

Per Twitter kommentierte Donald Trump die Raumfahrtpolitik seiner eigenen Regierung: „Für all das Geld, das wir ausgeben, sollte die NASA NICHT darüber reden, zum Mond zu fahren – das haben wir vor 50 Jahren gemacht.” Er fügte hinzu: „Sie sollte sich darauf konzentrieren, viel größere Dinge zu tun, einschließlich Mars (zu dem der Mond gehört), Verteidigung und Wissenschaft!“

For all of the money we are spending, NASA should NOT be talking about going to the Moon – We did that 50 years ago. They should be focused on the much bigger things we are doing, including Mars (of which the Moon is a part), Defense and Science!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) June 7, 2019

Die Aussage über den Mond als Teil des Mars sorgte für viel Verwunderung in den USA. Die renommierte „Washington Post“ sah sich sogar genötigt, einen Faktencheck zu dem Thema online zu stellen. Zusammenfassung: Er ist es nicht.

Nun ist es am wahrscheinlichsten, dass Trump einfach darauf hinaus wollte, dass die Nasa plant, den Mond als eine Art Basisstation für spätere Mars-Missionen zu nutzen. Der Mond wäre somit auch ein Teil der Mars-Expedition.

Fact Check: What is the moon? https://t.co/qmavnR0Y54

— The Washington Post (@washingtonpost) June 7, 2019

Schwerer wiegt dagegen, dass Trump erst vor drei Wochen eine große Mond-Offensive verkündete und sich jetzt selbst widerspricht. So kündigte er am 13. Mai – ebenfalls per Twitter – eine Rückkehr der Amerikaner zum Mond bis 2024 an und forderte zudem den Kongress auf, zusätzliche 1,6 Milliarden Dollar dafür bereit zustellen.

Under my Administration, we are restoring @NASA to greatness and we are going back to the Moon, then Mars. I am updating my budget to include an additional $1.6 billion so that we can return to Space in a BIG WAY!

— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) May 13, 2019

Vize-Präsident Mike Pence (60) sagte bereits im März 2019, die USA befänden sich im Weltraum in einem Wettlauf, genau wie in den 1960er Jahren und müssten „innerhalb der nächsten fünf Jahre amerikanische Astronauten mit allen erforderlichen Mitteln zurück zum Mond schicken und eine dauerhafte Präsenz etablieren“.

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Die NASA antwortete daraufhin pflichtschuldig auf Twitter: „Herausforderung angenommen. Jetzt lasst uns an die Arbeit gehen.“ Am früheren Freitag noch sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine bei einer Konferenz in Washington „die allererste raumfahrtpolitische Richtlinie des Präsidenten sei ‘wir werden zum Mond zurückkehren‘“– und steht jetzt ziemlich düpiert da.

Unklar ist, was die Kehrtwende von Trump ausgelöst hat und was davon nun offizielle Politik wird. Eine Möglichkeit: eine Sendung auf Trumps Lieblingssender „Fox“, spekulieren amerikanische Medien. Denn eine Stunde bevor der Präsident seine Kritik an der Nasa twitterte, äußerte sich „Fox“-Moderator Neil Cavuto ähnlich skeptisch über die Mond-Pläne. Bei einer Diskussion mit Nasa-Finanzchef Jeff DeWitt sagte Cavuto, man „habe diese Mondsache doch schon vor einigen Jahrzehnten gemacht“ und deutet an, man solle sich auf den Mars konzentrieren.

Es wäre nicht das erste Mal, dass sich Trump bei Tweets auf eine „Fox“-Sendung bezieht.

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