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Kartellamt knöpft sich Facebook vor

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Drei Jahre hat das Bundeskartellamt gegen Facebook ermittelt, jetzt steht die Entscheidung: Nach BamS-Informationen soll dem Konzern die Sammlung von Nutzerdaten in Deutschland teilweise verboten werden.

Konkret geht es dabei um den Datenaustausch mit Drittanbietern. Darunter fallen Twitter, Spiele-Apps und Webseiten-Betreiber, aber auch die Facebook-Töchter WhatsApp und Instagram.

  • Neuer Datenskandal

    Facebook gab Millionen Nutzerfotos weiter

    Bei Facebook ist es erneut zu einer Datenpanne gekommen. Das Netzwerk gab offenbar Millionen Nutzerfotos an Drittanbieter weiter.

  • Wegen Datenmissbrauch

    US-Staatsanwalt klagt Facebook an

    Ein älterer Daten-Skandal holt den Konzern wieder ein. Der Generalstaatsanwalt von Washington D.C. reichte nun Klage ein.

Wenn diese bei sich Schnittstellen zu Facebook einbauen wollen (u.a. „Gefällt mir“-Button, Facebook-Login), dann bekommt der Internet-Riese laut Kartellwächtern darüber massenhaft Nutzerdaten, um sie dann mit dem jeweiligen Facebook-Konto zusammenzuführen.

Die Behörde kritisiert, dass der US-Konzern auf diese Weise seine marktbeherrschende Stellung missbrauche. Verbraucher blieben zudem oft im Dunkeln, was genau mit ihren Daten passiert.

Offen ist noch, wie streng Facebook die Behörden-Auflagen erfüllen muss: anstatt wie üblich sofort, will das Kartellamt offenbar eine Frist einräumen. Zu Details will sich die Behörde auf Anfrage nicht äußern, verweist auf das laufende Verfahren.

Sollte Facebook sich weigern, drohen Zwangsgelder von bis zu zehn Millionen Euro. Eine Facebook-Sprecherin kündigt gegenüber BamS bereits Widerstand an: Man teile die Ansichten des Kartellamtes nicht. „Wir werden diese Position auch weiterhin verteidigen.“ (lp)

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